Stillstand heißt Rückschritt

Seit Anfang d. Jahres finden Sie hier statt den bisherigen "starren" News, nunmehr "Peter´s Kolumne" wo unser Vorsitzender auf lockere, ansprechende und in fundierter Weise, seine persönlichen Eindrücke, Erfahrungen publiziert sowie die selektierten Artikel und Newsletter kommentiert.

In seine neue Position als Autor, hat er sich zwischenzeitlich sehr gut eingearbeitet und man kann bereits schon heute sagen, dass die Umstellung die richtige Entscheidung war, was nicht nur an den gestiegenen Besucher- zahlen abzulesen ist. Daher weiter so Peter und Ihnen viel Spass beim Lesen.


Donnerstag, 5. Februar 2015
28. Heidelberger Kongress des Fachverbandes Sucht e.V. vom 17.- 19.06.2015

Liebe Mitstreiter in der Suchtkrankenhilfe

Das Thema des diesjährigen Suchtkongresses lautet:
"Abstinenz als modernes Therapieziel !?"

Hier habe ich für Euch eine kleine Einführung in das Kongress-Thema:

„Abstinenz“, „Konsumreduktion“, „Schadensminimierung/Safer use“, „Verhaltensregulierung“, „Substitution“ – es gibt vielfältige und unterschiedliche Zielsetzungen, welche in der aktuellen Diskussion um die Behandlung substanzbezogener und stoffungebundener/suchtnaher Verhaltensweisen eine Rolle spielen. Doch welche Zielsetzungen sollen im Einzelfall vom Behandler in seinem jeweiligen Setting dem/der Patienten/in empfohlen werden? Expertenkonsens ist beispielsweise, dass bei Personen mit einer Alkoholabhängigkeit das Anstreben völliger Abstinenz das angemessenste Ziel in Bezug auf Alkoholkonsum ist (Nice, 2011). Menschen mit riskantem bzw. schädlichen Trinkverhalten oder einer moderaten Sub-stanzgebrauchsstörung können möglicherweise das Ziel eines risikoarmen Alkoholkonsums leichter erreichen. Natürlich sind auch individuelle Behandlungsbedarfe wie etwa psychiatrische oder somatische Komorbiditäten (Begleiterkrankungen) oder auch situations- und verhaltensbezogene Risikokonstellationen (z.B. Schwangerschaft, Alter, Einnahme zusätzlicher Medikamente, Teilnahme am Straßenverkehr oder am Arbeitsleben) zu beachten.
Zudem stellt sich für die Behandler die Frage, in welchem Setting welche Therapieziele realistischer weise kurz-, mittel- oder langfristig erreicht werden können, inwieweit deren Einhaltung auch überprüft werden kann und ob bezogen auf den Einzelfall durchaus auch weiterführende Behandlungsmöglichkeiten genutzt werden sollten, um übergeordnete Zielsetzungen zu erreichen. Eine differenzierte Diskussion um die jeweils geeignetsten Therapieziele ist auch bei Mischkonsumenten unterschiedlicher Substanzen oder chronifizierten, polyvalent abhängigen Menschen sowie im Bereich des Pathologischen Glücksspiels und Pathologischen PC-Gebrauchs zu führen.
Von daher erwartet uns ein spannender Kongress, der Orientierung bieten soll und bei dem in Form von Plenumsvorträgen, Foren, Workshops und Posterbeiträgen verschiedene Themen behandelt werden. Ich habe mich für das Forum 4 angemeldet, Thema:
"Mut zur Abstinenz - zeitgemäß oder doch veraltet?!"
In diesem Forum stellen sich sowohl Leistungserbringer als auch Leistungsträger die Frage, inwieweit Abstinenz als Rehabilitationsziel noch zeitgemäß ist. Welche Folgen haben diesbezügliche Überlegungen für Rehabilitanden-Zuweisungen die Behandlung selbst (schädlicher Gebrauch oder Abhängig?) sowie die Nachsorge (Nutzung neuer Medien)?
Und wenn sich die „Praktiker“ positionieren, können die Leistungsträger dann mitgehen? „Abstinenz zu 100% – ja oder nein“ ist ein immer wiederkehrendes Thema in der Suchtrehabilitation und gewinnt aktuell erneut durch die Entwicklungen im DSM-V (Diagnostisches und Statistischen Manual) an Relevanz und Bedeutung.
Ich freue mich wieder auf den Kongress mit spannenden Themen und interessanten Begegnungen. Es ist meine 19. Teilnahme in Folge.
Liebe Grüße, Euer Peter


Montag, 19. Januar 2015
Vorankündigung der Heilbronn Franken-Schau am 24.u.25. Okt. 2015

Liebe Freunde und Interessierte der Suchtkrankenhilfe!

Hier die Vorankündigung der "Heilbronn-Franken-Schau"
am 24.u.25. Nov. 2015

Sie findet im RedBlue Messezentrum von Intersport im Industriegebiet
"Böllinger Höfe" Heilbronn statt.
Die Messe deckt viele Bereiche des täglichen Lebens ab. Sie spricht damit alle Zielgruppen und alle Generationen an. Bauen, Wohnen und Renovieren, Beauty und Wellness sowie Gesundheit, Reisen und Genießen - eine große bunte Vielfalt an Themen erwartet die Besucher.
Es ist die einzige Großveranstaltung im Herbst mit ca. 240 Ausstellern.
Dazu werden ca. 18.000 Besucher erwartet.

Die Suchtkrankenhilfe Schwaigern e.V. ist auch in diesem Jahr wieder mit einem großen Sucht-Info-Stand vertreten.
Möglich gemacht hat das die BARMER GEK Heilbronn, die unserem Verein dabei schon seit einigen Jahren mit Projekt-Fördermitteln unter die Arme greift. Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmals ausdrücklich für diese große Unterstützung.

Wir beraten unsere Besucher in allen Suchtfragen und machen auf gravierende Folgen von Alkohol-Tabak- und Drogenmissbrauch aufmerksam. Im Rahmen des Jugendschutzes bieten wir in einer Computer-Präsentation "drugcom.de" an, ein sehr erfolgreiches Aufklärungs-Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA. Hierzu laden wir auch sehr gerne die Eltern ein.
Für unsere Gäste halten wir ausreichend Info-Material -auch in CD-Form bereit.
Sie finden uns wie schon im letzten Jahr in der Halle B im Erdgeschoß rechts bei "Beauty-Wellness-Gesundheit" auf der Kopfseite.
Wir hoffen auf regen Besuch, gerne auch wieder von anderen Selbsthilfegruppen.

Öffnungszeiten der Messe: täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr.
Der Eintritt kostet für Erwachsene 3.50 EUR, für Kinder ist der Eintritt frei.
Herzliche Grüße aus Schwaigern
Euer Peter Heck, 1. Vorsitzender

Sonntag, 28. September 2014
Symposium am 19. Nov. 2014 in Stuttgart - Rausch und Gewalt-Folgen jugendlichen Suchtmittelmissbrauchs

Liebe Mitstreiter in der Suchtkrankenhilfe!

Die Landesärztekammer Baden Württemberg Stuttgart lädt ein zu einem Symposium mit dem Thema: "Rausch und Gewalt- Folgen jugendlichen Suchtmittelmissbrauchs".

Alkohol und andere Suchtmittel sind zwar nicht die alleinige Ursache für Gewalt, wirken jedoch wie Katalysatoren: Sie steigern Aggressionen und mindern die Selbstkontrolle.
Bei Jungen ist rund ein Drittel der verübten körperlichen Gewalt alkoholbedingt, bei Mädchen sogar zwei Drittel. Längsschnittstudien können zudem belegen, dass Alkoholkonsum im frühen Jugendalter zu späteren Gewaltverhalten und umgekehrt Gewaltverhalten im frühen Jugendalter zu späterem Alkoholkonsum führt. Ein Problemkreis, dem am besten mit Prävention zu begegnen ist. Konzepte zur Prävention nehmen daher einen großen Raum ein in den Beiträgen der Referenten: So wird die Bandbreite polizeilicher Prävention ebenso vorgestellt wie die Möglichkeiten ärztlicher Intervention sowie Projekte der kommunalen Suchthilfe.
Hier einige Themen der Veranstaltung

Begrüßung, Einführung und Moderation Herr Dr. med. Christoph von Ascheraden, Sankt Blasien, Vorsitzender des Ausschusses "Suchtmedizin" der Landesärztekammer.

Grußwort: Dr. med. Ulrich Clever Präsident der Landesärztekammer Baden Württemberg

Hier einige Themen:
"Alkohol und Sucht bei Jugendlichen-zwischen zerstörerischen Gewaltexzessen und gesellschaftlicher Verantwortung" von Reinhold Gall MdL Innenminister des Landes Baden -Württemberg.

"Alkohol- und drogenbedingte Jugendgewalt im Koordinatensystem polizeilicher Bekämpfungsstrategien" von Herr Martin Schatz, Landeskriminaldirektor, Innenministerium Baden Württemberg.

"Sucht und Gewalt Ursachen-Motive-Folgen" von Prof. Dr. med. Michael Berner, Ärztlicher Direktor Rhein-Jura-Klinik, Bad Säckingen.

"PräRIE in der Freiburger Altstadt: Kommunale Angebote zur Alkoholprävention im öffentlichen Raum" von Karin- Anne Böttcher M.A. Koordinationsstelle Alkoholpolitik Stadt Freiburg.
Nach jedem Thema haben die Teilnehmer Gelegenheit zur Diskussion.

Die Veranstaltung findet statt in der Räumen des Evangelischen Bildungszentrums Hospitalhof in der Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart (Mitte).
Für uns in der Suchtkrankenhilfe Schwaigern e.V. ist diese Veranstaltung von großem Interesse und deshalb bin ich bereits dazu angemeldet. So freue mich auf spannende Themen, interessante Begegnungen und gute Gespräche.
Euer Peter Heck


Samstag, 16. August 2014
12. Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle am 3. und 4. 12.2014 im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg

Liebe Freunde und Mitstreiter in der Suchtkrankenhilfe,

zum zwölften Mal findet eine Konferenz zur Tabakkontrolle in Deutschland statt, an der sich staatliche und nichtstaatliche Einrichtungen und Organisationen beteiligen. Die Konferenz wird vom Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis Nichtrauchen am 3. und 4.12.2014 in Heidelberg durchgeführt.

Auch die Suchtkrankenhilfe Schwaigern e.V. wird wie jedes Jahr, auch 2014 vertreten sein. Wir sind hier besonders interessiert, zumal wir aus unserer Gruppe 3 Freunde durch Kehlkopfkrebs verloren haben. Zu Lebzeiten waren alle starke Raucher.

Ziel der Konferenz ist die Stärkung bestehender Projekte und Initiativen zur Verminderung des Rauchverhaltens und für eine wirksame Tabakprävention. Die Konferenz dient auch der Fortbildung von Ärzten, Psychologen und anderen Gesundheits-berufen in der Tabakentwöhnung. Entsprechend wurden Fortbildungspunkte bei der Landesärztekammer und bei der Landespsychologenkammer Baden-Württemberg beantragt.

Auf Plenarsitzungen werden wir einen Überblick über erfolgreiche Tabakprävention in anderen Ländern haben. Die Referenten werden über die Umsetzung der WHO-Tabak-rahmenkonvention berichten, neueste Daten zum Rauchen vorstellen sowie ein Forum zum Thema E-Zigarette durchführen, was durch die Aktualität wirklich spannend werden dürfte.
In Symposien und auf einer vielfältigen Posterausstellung stellen Experten ihre Projekte vor.
Wir dürfen also gespannt sein. Ich würde mich freuen, auch Mitglieder anderer Gruppen zu treffen. Parkplätze gibt es in der Nähe.

Hier noch die Anmeldungs-Daten:
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Stabsstelle Krebsprävention und WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

Susanne Schmitt
Tel: +49 6221 42-3010 E-Mail: who-cc@dkfz.de
Fax: +49 6221 42-3020 www.tabakkontrolle.de

Liebe Grüße aus Schwaigern
Euer Peter Heck

Dienstag, 17. Juni 2014
Wer siegt, fliegt mit dem SG Großaspach zum Ballermann, eine Geschichte zum Nachdenken!

Liebe Freunde,

dieser Leserbrief der Suchtkrankenhilfe Schwaigern e.V. wurde am 14. Juni 2014 in der Tageszeitung "Heilbronner Stimme" veröffentlicht.

Leserbrief

Als Vorsitzender der Suchtkrankenhilfe Schwaigern e.V. möchte ich zu dem am 03. Juni 2014 in der HST erschienenen Artikel "Eine Nacht am Ballermann" Stellung nehmen.
Hier wird den Lesern geschildert, dass sportlicher Erfolg im SG Großaspach mit Feiern auf Mallorca belohnt wird. Vor allem bei Jugendlichen und Jungen Heranwachsenden kommt das gut an: Mit dem Spruch z.B.: mach Sport, hab Erfolg "dann kannst du auch die Sau raus lassen". Wir wissen aber, wenn Feiern am Ballermann angeht, das immer mit Alkoholexzessen in Verbindung gebracht wird. Das Jugendschutz-Gesetz wird dabei oft ignoriert. Dennoch wir haben es hier mit Schutzbefohlenen zu tun.
Diese Alkohol-Verherrlichung können wir nicht ignorieren. Das Wort "Alkohol" wurde in dem Artikel vermieden, wir wissen aber alle, was wir davon zu halten haben, wenn es zum Feiern am Ballermann geht.
Die Mannschaft der SG Großaspach flog zusammen mit ihrem Trainer nach der Siegesfeier früh morgens nach Mallorca , um auf der spanischen Insel am Ballermann den begonnenen Feiermarathon fortzusetzen. Der Trainer blieb eine Nacht und flog dann wieder nach Deutschland zurück. Seine Mannschaft dagegen blieb noch zwei weitere Tage und Nächte. Der Trainer meinte: Dann können auch jene Spieler Gas geben, die das nur ohne den Trainer wollen. Der Trainer nahm mit seiner Abreise dabei in Kauf, dass sich der eine oder andere der Mannschaftsmitglieder evtl. eine Alkohol-Vergiftung zuziehen könnte,-eine solche Vergiftung kann durchaus tödlich enden. Ich frage mich deshalb zurecht, was hat das noch mit der Vorbildfunktion eines Trainers zu tun? Aber auch die Mannschaft hat eine Vorbildfunktion anderen gegenüber wahrzunehmen.
Suchtmittel-Missbrauch in Sportvereinen ist ein großes Thema. Jeder Sportverein kennt den Slogan: "Kein Macht den Drogen", als Volksdroge Nr. 1 steht hier der Alkohol! Die Kampagne wurde am 24. April 1990 von Karl-Heinz Rummenigge, einem ehemaligen großen Fußballer, mit Hilfe der Bundesregierung aufgebaut. Er ist heute ein Vorbild für alle.
Den Verantwortlichen des Vereins bieten wir gerne Schulungen im Umgang mit Alkohol-Auffälligen Mitgliedern an, denn weniger ist oft mehr. In Anbetracht der Gesundheit unserer jungen Mitbürger bitten wir um mehr Rücksichtnahme, wenn es um den Alkohol-Missbrauch geht. Die Erwachsenen sollten sich mehr ihrer Vorbildfunktion bewusst sein, sie aber auch praktizieren.
Fazit: Nur eine gesunde und leistungsfähige Mannschaft bringt auch dauerhaften Erfolg. Die Fans werden es ihnen danken.
Neben diesem Brief habe ich auch den Präsidenten des Vereins, Herr Werner Benignus angeschrieben. Auf die Antwort dürfen wir gespannt sein.
Ich finde es ganz einfach unüberlegt, dass sich der Trainer auf ein solches Interview eingelassen hat und es auch noch in dieser negativen Form in der Presse veröffentlicht.
Liebe Grüße aus Schwaigern, Euer Peter Heck



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