Stillstand heißt Rückschritt

Seit Anfang d. Jahres finden Sie hier statt den bisherigen "starren" News, nunmehr "Peter´s Kolumne" wo unser Vorsitzender auf lockere, ansprechende und in fundierter Weise, seine persönlichen Eindrücke, Erfahrungen publiziert sowie die selektierten Artikel und Newsletter kommentiert.

In seine neue Position als Autor, hat er sich zwischenzeitlich sehr gut eingearbeitet und man kann bereits schon heute sagen, dass die Umstellung die richtige Entscheidung war, was nicht nur an den gestiegenen Besucher- zahlen abzulesen ist. Daher weiter so Peter und Ihnen viel Spass beim Lesen.


Montag, 6. November 2017
Suchttherapietage vom 22.bis 25. Mai 2018 in der Universität Hamburg

Liebe Freunde und Mitstreiter in der Suchtkrankenhilfe!

Im nächsten Jahr 2018 finden wieder Die Suchttherapie -Tage
in Hamburg statt.
Der Schwerpunkt: Suchtmittel zwischen Verbot und Freigabe –
Chancen und Risiken für Prävention und Therapie.

Weltweit werden zunehmend alternative Konzepte zur prohibitiven Drogenpolitik hauptsächlich bezogen auf Cannabis entwickelt und umgesetzt. Auch in Deutschland fordert eine wachsende Zahl von Kommunen, Ländern und Parteien, aber auch Strafrechtlern und Professionellen aus der Suchthilfe und -prävention entsprechende Modelle zur konsequenten Entkriminalisierung des Konsums und zur Regulation der Märkte. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass die aktuelle Prohibition in Bezug auf Cannabis und andere illegale Drogen auch Probleme für die Prävention und therapeutische Hilfsangebote schafft. So wirkt die Kriminalisierung der Konsumentinnen und Konsumenten vor allem für Jugendliche doppelmoralisch und untergräbt die Glaubwürdigkeit präventiver Botschaften. Sie behindert die offene Kommunikation über Konsumrisiken und dadurch die Aneignung risikoarmer Konsummuster sowie die Früherkennung und Frühintervention bei Suchtproblemen. Für die Konsumentinnen und Konsumenten ist sie mit Stigmatisierung, Ausgrenzung und Gesundheitsbelastungen durch fehlende Qualitätskontrolle im unregulierten Drogenmarkt verbunden. All dies überlagert und beeinträchtigt die Bearbeitung und Überwindung von Konsum- und Suchtproblemen, aber auch die weitgehende Verfügbarkeit von und die allgegenwärtige Werbung für Alkoholika, Tabakwaren und Glückspiel erschweren die Prävention von Konsumproblemen und die Bereitschaft zur rechtzeitigen Inanspruchnahme von Beratung und Therapie.
Drogenpolitische Modelle scheinen also darauf angewiesen zu sein, Risiken angemessen gegeneinander abzuwiegen, Jugendschutzmaßnahmen zu berücksichtigen, auf eine Kriminalisierung von Konsumentinnen und Konsumenten zu verzichteten und zugleich ausreichend Mittel für Früherkennung, Frühintervention, Beratung und Behandlung zur Verfügung zu stellen. Die aktuell vor allem auf Cannabis fokussierten Initiativen in Europa, Nord- und Südamerika könnten dabei auch die Chance zur Entwicklung adäquater Regulationskonzepte für andere Suchtmittel beinhalten. Die 23. Hamburger Suchttherapietage werden einen Rahmen dafür bieten, die Chancen und Risiken von zu wenig oder zu viel Marktregulation in Bezug auf die verschiedenen Suchtmittel für die Suchtprävention und Suchthilfe genauer zu beleuchten und zu diskutieren.
Wie immer werden darüber hinaus auch zahlreiche weitere Themen das Spektrum der Hamburger Suchttherapietage ausmachen. Dabei steht der Weiterbildungsaspekt, die Berufsgruppen übergreifende Qualifikation im Arbeitsfeld
und die Entwicklung der eigenen Praxis im Vordergrund.
Die Veranstaltungen werden von Angehörigen aller in der Suchtarbeit tätigen Berufsgruppen, wie Sozialarbeitern, Suchtberatern, Pädagogen, Ärzten, Psychologen und Pflegekräften durchgeführt.
Auch wir von der Suchtkrankenhilfe Schwaigern e.V. sind dazu angemeldet.
So freue ich mich auf einen guten Verlauf dieser 4 Tages-Konferenz mit guten Eindrücken und Gesprächen. Herzliche Grüße, Euer Peter Heck, Vorsitzender.

Freitag, 19. Mai 2017
Rückblick - Bundesweite Aktionswoche Alkohol 2017

Liebe Freunde und Mitstreiter in der Suchtkrankenhilfe!

Am 18.05.2017 waren wir im Rahmen der Aktionswoche Alkohol 2017 mit unserem Info-Stand von 14:00 bis 17:00 Uhr in der Stadtapotheke Schwaigern bei Herr Georgios Kostaras eingeladen.
Unser Thema in diesem Jahr:
„Suchtprävention und Sucht in der Schwangerschaft“
Wir informierten unsere interessierten Besucher in allen Suchtfragen und klären auf über das Thema: "Sucht in der Schwangerschaft" wie auch über
„die Zeit des Stillens danach“.
Einige Frauen interessierten sich über die Folgen des Alkoholmissbrauchs vor, während- und nach der Schwangerschaft. Wir gaben unseren Gästen ausführliches Info-Material mit auf den Weg. Durch das schwüle Wetter hielt sich die Besucherzahl in Grenzen. Dennoch lohnt sich jeder einzelne Besuch.
Wir danken Herrn Kostaras ganz herzlich für die Unterstützung in seinen Räumen.
Herzliche Grüße, Euer Peter Heck

Donnerstag, 12. Januar 2017
Schwerpunkt der Aktionswoche Alkohol 2017

Liebe Mitstreiter in der Suchtkrankenhilfe!
Ich möchte Euch auf die diesjährige Aktionswoche Alkohol 2017 aufmerksam machen.Mit dem oben angegebenen Link könnt Ihr Euch anmelden. Auch wir werden wieder mit dabei sein.
Einer der Schwerpunkte ich das Thema "Alkohol im Straßenverkehr"

Kein Alkohol unterwegs!

Nach wie vor stellt Alkohol im Straßenverkehr ein großes Problem dar. Zwar ist Fahren unter Alkoholeinfluss längst kein Kavaliersdelikt mehr, aber immer noch überschätzen Menschen ihre Fähigkeiten. Die Folgen sind ebenso augenfällig wie dramatisch: Im Jahr 2015 war Alkohol der Grund für 13.200 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Rund 16.600 Menschen waren davon betroffen, 256 von ihnen kamen ums Leben. Das bedeutet: Jeder 13. tödlich verletzte Verkehrsteilnehmer in Deutschland stirbt infolge eines Alkoholunfalls. Verkehrsunfälle, die durch Alkohol verursacht werden, ziehen oft besonders schwerwiegende Folgen nach sich: Menschen sterben, Familien und Freundschaften werden belastet, Betroffene müssen sich mit körperlichen und seeli-schen Auswirkungen auseinandersetzen, die auch ihr soziales Umfeld mit einbeziehen. Mehr als die Hälfte (56,5 %) der Unfallbeteiligten mit Personenschäden waren alkoholisierte PKW-Fahrer – das entspricht 7.553 Personen. Immerhin ein Viertel (25,7 %) der Alkoholunfälle, bei denen mindestens eine Person zu Schaden kam, wurden durch Fahrradfahrer verursacht.
Wer unter Alkoholeinfluss unterwegs ist, kann nicht nur sich selber schaden, sondern auch andere ernsthaft gefährden. Daher widmet sich die Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Mai 2017 dem Schwerpunktthema „Kein Alkohol unterwegs!“. Die Veranstalter dieser Aktionswoche führen gemeinsam mit Verkehrsbetrieben, Fahrschulen, der Verkehrswacht sowie Fahrrad- oder Automobilclubs Aktionen durch, die auf die Alkoholgefahren im Straßenverkehr, in der
Luft und zu Wasser aufmerksam machen.
Dazu stellt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) wie immer kostenloses Material für alle gemeldeten Veranstalter zur Verfügung. Anmeldung und Materialbestellung sind ab Anfang 2017 auf der Website der Aktionswoche www.aktionswoche-alkohol.de möglich.
Trinken und Fahren sind nicht nur im Auto problematisch: Alkoholisierte, pöbelnde und aufdringliche Fahrgäste in Bus und Bahn oder randalierende Passagiere im Flugzeug sind unangenehm für alle Beteiligten. Mit dem Alkoholkonsum in öffentlichen Verkehrsmitteln hängen verbale und tätliche Angriffe sowie die Beschädigung von Sacheigentum eng zusammen. Allein im Jahr 2015 registrierte die Deutsche Bahn 12.500 Fälle von Körperverletzungen und rund 10.000 Delikte im Zusammenhang mit Vandalismus. Einige Städte wie z.B. Hamburg haben daher bereits ein allgemeines Alkoholverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln eingeführt und auch Fluggesellschaften müssen immer öfter und bestimmter auf alkoholisierte Passagiere reagieren. So stellt die International Air Transport Association fest, dass im Jahr 2015 knapp 11.000 Menschen an Bord randalierten. In 23 % der Fälle spielten Alkohol oder andere Drogen eine Rolle.
Daher fordert die diesjährige Aktionswoche Alkohol mit ihrem Schwerpunktthema dazu auf,im Verkehr auf Alkohol zu verzichten:
„Kein Alkohol unterwegs!“. Dies gilt vor allem und uneingeschränkt für das selbstständige Führen eines Verkehrsmittels. Und auch im öffentlichen Personenverkehr sollen Mitreisende berücksichtigt und allen Beteiligten eine sichere und angenehme Reise ermöglicht werden.

Herzlicher Grüße aus Schwaigern
Peter Heck, Vorsizender

Donnerstag, 21. April 2016
29. Heidelberger Kongress des Fachverbandes Sucht e.V. "Sucht bewegt - Zugangswege erweitern!" am 15.06. - 16.06.2016

Liebe Freunde und Mitstreiter der Suchtkrankenhilfe

Am 15. und 16. Juni 2016 findet wieder der diesjährige Heidelberger Suchtkongress statt.

Hier eine Einführung in das Thema:

In Deutschland verfügen wir über ein hochwertiges und differenziertes Versorgungssystem für Menschen mit substanzbezoge-nen und suchtnahen Störungen, welches eine Vielzahl von Angeboten umfasst. Aufgrund historisch gewachsener Struktu-ren und unterschiedlicher Zuständigkeiten der Leistungsträger ist es aber auch stark fragmentiert. In der Regel sehen sich Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung oft erst nach einer langen Abhängigkeitsphase und in späten Krankheitsstadien dazu veranlasst, wegen der Grundstörung eine suchtspezifische Beratung und Behandlung aufzusuchen. Oftmals sind Versorgungsanlässe eher allgemeine somatische, psychische oder soziale Krisen, bei denen sich erst bei näherer Klärung eine Substanzbezo- genheit als ursächlicher Faktor zeigt. So findet beispielsweise nur ein Teil der Personen mit alkoholbe-zogenen Problemen bzw. einer Alkoholabhängigkeit ohne Umwege und zeitnah Zugang zum suchtspezifischen Behandlungssystem.

Hinsichtlich der Früherkennung, Frühintervention und Überleitung in das Behandlungssystem spielen der niedergelassene Arzt bzw.Hausarzt, wie auch das Fachpersonal in Krankenhäusern, aber auch Betriebe, Behörden, Jobcenter, Agenturen für Arbeit, Einrichtungen der Alten- und Jugendhilfe eine wichtige Rolle. Gesundheitspolitische Zielsetzung sollte es sein, Patientinnen und Patienten mit substanzbezogenen und suchtnahen Störungen unterschiedlicher Schweregrade und unterschiedlicher Chronizität möglichst frühzeitig zu erkennen und möglichst nahtlos einer bedarfsgerechten Beratung und Behandlung zuzuführen, um individuelle gesellschaftliche Schäden zu minimieren oder zu begrenzen. Auch im Anschluss an eine Entwöhnungsbe-handlung sollten sich weiterführende Maßnahmen, etwa zur Förderung der beruflichen Reintegration, ohne zeitliche Verzögerung anschließen. Somit stellt sich die gesundheitspolitisch bedeutsame Frage, wie die Zusammenarbeit des Suchtkrankenhilfe- und -behandlungssystems mit entsprechenden Kooperationspartnern verbessert werden kann.

Benötigt wird ein gut funktionierendes Schnittstellen-Management, welches unter den Zielsetzungen der „Frühzeitigkeit“, „Nahtlosigkeit“ und „Nachhaltigkeit“ eine bedarfsgerechte Steuerung und Koordination von Versorgungs- und Behandlungsleistungen sicherstellt. Es erwartet uns ein spannender Kongress, der den Entwicklungs- und Verbesserungsbedarf ebenso aufzeigt, wie konkrete Ansätze und Verfahrensweisen. Im Einzelnen werden in Form von Plenumsvorträgen, Foren, Workshops und Postern folgende Themen behandelt:
•Psychische Störungen: Ausmaß des Problems und Versorgungssituation in Deutschland
•Frühintervention, Beratung, Behandlung – aktuelle Herausforderungen zur Gestaltung nahtloser Zugangswege
•Konkrete Beispiele nahtloser Zugangswege zur Suchtbehandlung auf dem Prüfstand
•Illegale Drogen-Prävention stärken und Zugangswege erweitern!
•Teilhabe am Arbeitsleben durch Casemanagement und entsprechende Maßnahmen fördern
•Frühintervention und Erweiterung der Zugangswege bei suchtnahen Verhaltensweisen
•Zugangswege für spezielle Risikogruppen
•Soziotherapie – neue Horizonte?
•„Zugangswege erweitern!“ – Perspektiven aus Sicht der Suchtpolitik, der gesetzlichen Krankenversicherung, der Rentenversicherung und der Suchtbehandler

Um den erfahrungsorientierten Ansatz der Veranstaltung zu betonen, werden zudem verschiedene Workshops zum übergeordneten Thema „Komorbiditäten“ angeboten. Diese richten sich an therapeutisch tätige Mitarbeiter/innen in ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen sowie an Fachkliniken für Abhängigkeitskranke.
Ich habe mich bei den Foren 1 und 7 angemeldet und freue mich auf den Kongress, den ich jährlich schon seit 22 Jahren ohne Unterbrechung besuche.
So hoffe ich auf eine interessante und lebendige Veranstaltung mit interessanten Begegnungen und gute Gesprächen.

Euer Peter Heck, Vorsitzender.




Dienstag, 28. Juli 2015
Baden und Wassersport? Gern, aber ohne Alkohol!

Die Suchtkrankenhilfe Schwaigern e.V. informiert!

Liebe Mitstreiter und Unterstützer der Suchtkrankenhilfe!

Die Badesaison 2015 läuft auf Hochtouren. Im Sommer zieht es wieder Tausende von Menschen an Seen und Flüsse. Sobald Alkohol ins Spiel kommt, steigt das Unfallrisiko im Wasser.
Die Suchtkrankenhilfe Schwaigern e.V. appelliert an die Baderegel, beim Schwimmen, wie auch beim Wassersport grundsätzlich auf Alkohol zu verzichten.
An heißen Tagen lockt der Sprung ins kühle Nass. Wer dabei seine eigenen Kräfte unterschätz und riskante Situationen falsch einschätzt, geht hohe Risiken ein.
Nach meiner diesjährigen Recherche bei der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), Stabsstelle Kommunikation in 31542 Bad Nenndorf, Herr Martin Holzhause, Referat für Öffentlichkeitsarbeit, kamen für das Jahr 2015 folgende Daten zustande.
"2014 sind in deutschen Gewässern 392 Menschen ertrunken, 54 weniger als im Jahr zuvor. Über die Hälfte aller Todesfälle ereigneten sich in den Sommermo-naten Juni, Juli und August. 197 Männer, Frauen und Kinder verloren ihr Leben in Küsten- und Binnengewässern. Allein der Juli forderte 95 Opfer. Diese Zahlen gab der Präsident der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Hans-Hubert Hatje, in Hannover bekannt." 78% starben in Binnengewässern, 150 Personen kamen in Flüssen ums Leben, 137 in Seen und 20 in Kanälen. 34 Menschen starben in den Wellen von Nord- und Ostsee. "Die Anzahl der Todesfälle im Meer liegt mit 8,7% deutlich über denen der Vorjahre. 26 Opfer ertranken allein in der Ostsee. Ursächlich waren vor allem im Juli starke Winde aus Ost und Nordost, die gefährliche Unterströmungen verursachten und viele Schwimmer in Lebensgefahr brachten.
"Die Rettungsschwimmer der DLRG haben viele Menschenleben in letzter Minute aus lebensbedrohenden Situationen gerettet und somit weitere Todesfälle durch Ertrinken verhindert", so Hans-Hubert Hatje weiter. Um Touristen und Badegäste zukünftig besser auf ihren Badeurlaub und die Gefahren vorzubereiten, startet die DLRG zum Beginn der Urlaubszeit eine Informationsoffensive mit einer speziellen DLRG App, flächendeckend an den Küsten verbreiteten Faltblättern und weiteren Hinweisen zum sicheren Badevergnügen.
14 Personen ertranken in Schwimmbädern und fünf Menschen in einem privaten Gartenteich oder Swimmingpool. Alle fünf Opfer waren kleine Kinder zwischen zwei und vier Jahren. Ältere Menschen sind häufig von Ertrinken betroffen. 53,4% der Todesfälle sind Männer und Frauen jenseits der 50. In der Altersklasse 76 - 80 Jahre verloren 30 Personen im Wasser ihr Leben. Jeweils 29 waren es in den Altersklassen 51 - 55 und 56 - 60 Jahre. 25 Opfer waren sogar zwischen 81 und 90 Jahre alt. Entspannung dagegen bei Kindern und Jugendlichen: Ertranken 2013 34 bis 15 Jahre, so waren es im vergangenen Jahr nur 20. Das ist der zeitniedrigste Wert nach 2012.
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Männer sind nach wie vor deutlich stärker vom Ertrinken bedroht als Frauen. 20% der Opfer waren Frauen, 80% Männer.
Die meisten Menschen ertranken 2014 in Bayern und Baden-Württemberg.
Wie in den Vorjahren belegte Bayern mit 79 Todesfällen den letzten Rang unter den Bundesländern, davor rangieren
Baden Württemberg mit 52, Nordrhein-Westfalen (49) und Niedersachsen (47). Auf Platz 13 folgt Mecklenburg-Vorpommern mit 28 Todesfällen. Schleswig-Holstein belegt mit 26 Ertrunkenen Rang zwölf. Diese beiden Bundesländer waren besonders von den Witterungs-verhältnissen im Juli betroffen. Die wenigsten Opfer verzeichneten das Saarland (2) und Thüringen (3). In der internationalen Todesfallstatistik Ertrinken je 100.000 Einwohner belegt Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wert von 1,75 und deutlichem Abstand den letzten Platz im Ländervergleich. Das reale Gefährdungspotential zu Ertrinken ist mehr als doppelt so groß, als die Ertrinkungs-zahlen aussagen.
Zählen wir weiterhin die Fälle des Beinahe-Ertrinkens hinzu, liegt das Risiko bei dem Vier- bis Fünffachen. Hierzu zählen auch die Ertrinkungsfälle unter Alkoholeinfluss. Besonders betroffen sind junge Männer. Alkohol und Drogen gehören zu den Risikofaktoren, die immer häufiger zu Unfällen im Wasser führen.
Es ist unbestritten, dass selbst wenig Alkohol die Reaktionszeit vermindert und so das Unfallrisiko im Wasser erhöht. Daher sollte die Regel gelten, den Alkohol vor und natürlich auch beim Wassersport und Baden unbedingt zu meiden.
Kraft und Reaktion sind gefragt
Jedes Gewässer wird mit Alkohol gefährlicher und Fliessgewässer stellen besondere Anforderungen. Sie verlangen von Schwimmenden schon bei klarem Kopf viel ab. Die Strömung, tiefe Wassertemperaturen, Schwellen oder Wirbel sowie unwegsame Ufer, die den Ausstieg erschweren, werden oft unterschätzt. Wer in den Fluss steigt, muss ein guter Schwimmer bzw. eine gute Schwimmerin sein und benötigt die ganze Reaktionsfähigkeit und Kraft.
Die Risiken einschätzen
Unfallursachen gibt es mehrere: Meist werden die eigenen Kräfte überschätzt, jene des Wassers unterschätzt. Alkohol erhöht zusätzlich die Risikobereitschaft und beeinträchtigt die Konzentration. Mit zu viel Promille im Blut leidet die Sehkraft, Routinebewegungen geraten ins Wanken, der Gleichgewichtssinn und die Reaktionsfähigkeit schwinden. Alkoholisierte Schwimmerinnen und Schwimmer, riskieren darüber hinaus im Wasser zu erbrechen und dabei zu ertrinken.
Fazit: Nun gilt es, die Empfehlungen und Warnungen ernst zu nehmen. Denkt also bitte daran: „Jeder hat nur ein Leben“. In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen und erholsamen Sommer.
Herzliche Grüße, Euer Peter Heck
www.suchtkrankenhilfe-schwaigern.de - Tel.: 07138 / 9861068





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